Wieder ein Survival-Game: "Conan Exiles" hat's drauf!


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Das nackte Überleben

Vor einigen Jahren hat die Ära der Survival-Games begonnen. Eingeleitet wurde der große Hype durch Spiele wie „DayZ“ oder „Rust“. Die Faszination an Überlebensgames ist absolut nachvollziehbar: Auf einer großen Karte ausgelassen, kämpf man gegen den eigenen Stoffwechsel, böse Kreaturen und andere Spieler. Man startet mit ziemlich leeren Händen ins Spiel, muss sich Ressourcen erkämpfen, Unterschlüpfe bauen und Gegenstände herstellen. Stirbt man, droht der Verlust vieler wertvoller Items.

Nun, auch ich bin ein großer Fan des Genres. Das Problem: Viele Spiele werden meist viel zu unfertig unter dem „Eary Access“-Deckmantel auf Steam veröffentlicht. Unter haufenweise mittelmäßigen Games findet man aber immer wieder die ein oder andere Perle. „Subnautica“ und ganz aktuell „Conan Exiles“ gehören definitiv zu Survival-Elite. Obwohl es zwischenzeitlich mehr schlecht als recht um Conan stand und die Entwickler fast alle Spieler verloren haben, haben sich Communityarbeit und zahlreiche Updates bezahlt gemacht. Seit Anfang Mai ist „Conan Exiles“ als Vollversion offiziell erhältlich und bei vielen Genre-Fans sehr beliebt. Nach etlichen Spielstunden möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen und Anfängern den Einstieg in das Spiel erleichtern.



Harter Einstieg

„Conan Exiles“ verzeiht wenig, verlangt viel und ist gerade am Anfang unübersichtlich, überfordernd und bockschwer. Ich kann an Händen und Füßen zusammen nicht abzählen, wie oft ich in der ersten Spielstunde gestorben bin. Gleich zu Beginn, noch bevor man wirklich weiß, wo man ist und was man in dieser kargen Wüstenlandschaft eigentlich tun soll, wirft uns das Spiel Skillbäume, Craftingmenüs und haufenweise gefährlicher Gegner entgegen – während man eigentlich damit beschäftigt ist, nicht zu verdursten. Dem nicht genug, hat man im Spiel nur selten die Möglichkeit, mit NPC zu reden, um sich Funktionsweisen erklären und Tipps geben zu lassen. Die meisten Tiere und Menschen sind uns feindlich gestimmt und greifen bei Sichtkontakt sofort an.

Dennoch und gerade deshalb ist es umso befriedigender, wenn anfänglicher Frust überwunden ist und man die ersten Kämpfe gewinnt. Für den Weg dorthin, hier einige Tipps für die ersten Spielstunden:

Religion wählen

Vor einem neuen Spiel darf man dein eigenen Charakter individualisieren. Optische Entscheidungen im Editor haben zum Glück keinerlei Einfluss auf das Gameplay. Lediglich einen Punkt gilt es überlegter zu wählen: Die Religionszugehörigkeit. Man kann im Laufe des Spiels zwar alle Götter anbeten, muss dazu aber Priester und Schamanen finden – und die sind auf der ganzen Karte verstreut. Zu Beginn empfehle ich, Mitra zu wählen. In ihrem Altar lassen sich starke Heilmittel herstellen, die gerade am Anfang dringend notwendig sind.



Spawnpunkte setzen

Vor allem in den ersten Spielstunden stirbt man oft – sehr oft. Um zu verhindern, dass man nach jedem Tod am ursprünglichen Spawnpunkt landet und den weiten Weg zur Basis laufen muss, kann man mit Hilfe einer „Bedroll“ eigene Spawnpunkte erstellen. Auch Betten, die komplexere und seltenere Ressourcen benötigen, ermöglichen das Setzen eigener Spawnpunkte. Nach einem Tod kann man sich zwischen dem Ursprungsort, der „Bedroll“ und dem Bett entscheiden.



Nicht kämpfen

Bevor man nicht das erste Schwert in der Hand hat, sollte man nicht mal ans Kämpfen denken. Ja, es ist verlockend, den ein oder anderen NPC aus dem Weg zu räumen. Schließlich tragen diese oft nützliche Gegenstände bei sich. Ohne vernünftige Rüstung und Waffe ist der Kampf aber langwierig und endet meist tödlich. Dies gilt für NPCs, wie auch die meisten Tiere (außer z.B.: Schildkröten oder Gazellen).



Farmen

Eine der Hauptbeschäftigungen in „Conan Exiles“ ist das Farmen, also das Einsammeln von Ressourcen, die zur Weiterverarbeitung oder dem Verzehr benötigt werden. Da man anfangs nicht so genau weiß, welche Ressourcen wichtig sind, neigt man dazu, nur das einzusammeln, was man im Moment am dringendsten braucht. Es empfiehlt sich jedoch dringend, immer alles mitzunehmen. Chitin von erlegten Spinnen, Häute und Zähne von Krokodilen, Samen von Pflanzen. Es gibt quasi nichts, das nicht früher oder später wichtig wird. Um alles verstauen zu können, helfen Truhen, die im Crafting-Menü hergestellt werden.



Basis am richtigen Ort bauen

Eher früher als später stellt sich die Frage nach dem passenden Ort für die eigene Basis. Man will einerseits von Gegner möglichst in Ruhe gelassen werden, andererseits schnellen und einfachen Zugang zu wichtigen Ressourcen haben. Zu den wichtigsten zählen neben Holz, Stein und Wasser nach bald schon Eisen. Überquert man den großen Fluss des Anfangsgebiets und wandert wenige Minuten einen kleinen Seitenast des Flusses Richtung Norden, findet man viele schöne Plätze, eine Basis zu errichten.



Aufs Journey achten

Ein umfangreiches Tutorial oder ausführliche Erklärungen oder Tipps gibt es in „Conan Exiles“ nicht. Spieler, die dennoch gerne an der Hand genommen werden, können sich am Journey orientieren, das rechts oben am Bildschirmrand angezeigt wird. Hier stehen immer drei Miniquests, die eine Orientierung bieten, was man als nächstes machen könnte. Anfangs sind dies kleine Aufgaben wie „Klettere eine Wand hinauf“, mit der Zeit werden diese Quests aber immer aufwendiger und anspruchsvoller.



Charakterentwicklung

Das maximal zu erreichende Level in „Conan Exiles“ liegt bei 60. Ab Level 31 dauert es schon ziemlich lange bis zum nächsten Aufstieg. Mit jedem neuen Level erhält man Attributspunkte, mit denen man den eigenen Charakter weiterentwickeln kann. Eine optimale Verteilung gibt es natürlich nicht. Man erhält leider niemals genug Punkte, um alle Attribute vollständig auszubauen. Um Fehlentscheidungen auszubessern, kann man mit einem Gelblotus-Trank, den man aus zehn Gelblotus-Blüten herstellen kann, alle Attribute, Rezepte und vergebene Wissenspunkte zurückzusetzen.



Fazit

„Conan Exiles“ ist ein gelungenes Survival-Spiel. Nach anfänglicher Verwirrtheit findet man schnell ins Spiel und hat großen Spaß am Farmen. Als Belohnung winken bessere Ausrüstung, neue Gegenstände und eine immer größer werdende Basis, die vor ungebetenen Gästen schützt. Eine absolute Empfehlung meinerseits.

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