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Minecraft – ein Dauerbrenner in Österreichs Kinderzimmern


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Manche Spiele halten sich einfach – viele Generationen von Kindern kennen sie. Minecraft ist eines davon.

Spreche ich Minecraft in Schulungen mit den richtig "coolen Oberstufenschüler/innen" an, werden manche richtig sentimental. Und in so gut wie jeder Volksschulklasse ist es ein Thema: Das Spiel mit den unendlich vielen virtuellen Bausteinen in der verpixelten grafischen Ästhetik, bei der alles eckig erscheint. Minecraft hat und wird wohl noch viele Generationen von Kindern begeistern und Eltern verwundern.


Bild: User/innen bauen in Minecraft vieles. Bild unter cc0 Lizenz, htps://cdn.pixabay.com/photo/2015/03/02/13/54/minecraft-655957_1280.jpg
Unendlich viele Bausteine
Minecraft hat viele Facetten. Da sind zum Beispiel die unendlich vielen Bausteine, mit denen Kinder sehr kreativ, im Team und mit viel Geduld Neues erschaffen. So ist bereits ganz Dänemark in Minecraft nachgebaut worden, auch Wien ist im Entstehen. Das selbstständige Bauen und Erschaffen von virtuellen Welten, stärkt das räumliche Vorstellungsvermögen. Manche Architekt/innen haben uns schon – mit einem Augenzwinkern – gten, dafür zu sorgen, dass mehr Mädchen Minecraft spielen, da ihnen dieses räumliche Vorstellungsvermögen angeblich nicht so leicht fällt. Mittlerweile erlebe ich in den Volksschulen, dass dieser Wunsch längst erfüllt ist: Viele Mädchen spielen bereits Minecraft, es sind schon lange nicht mehr nur die Buben.

Große Attraktivität und Zeitfresser

Das Spiel bietet sehr viele Möglichkeiten – vom Bauen im „Creative-Modus“ und dem Spielen im „Survival“-Modus. Auch rund um das Spiel hat sich in Sozialen Netzwerken bis hin zum Spielzeuggeschäft eine große Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten aufgetan. Minecraft kann eine regelrechte Sogwirkung erzeugen, der sich die Kinder nur schwer entziehen können. Manche Kinder brauchen an der Stelle die Unterstützung durch ihre Eltern, auch wenn sie diese vielleicht nicht gerne annehmen . Klar, welches Kind freut sich, wenn die Eltern zeitliche Grenzen setzen und die Nutzung von Minecraft beschränken. Doch manche Kinder brauchen diese Grenzen: es können zeitliche, aber auch Nutzungs-Grenzen sein. Wichtig ist, dass Kinder neben dem Minecraft Spiel auch andere Aktivitäten machen und auch hier müssen Eltern „helfen“, indem sie sie dazu anleiten.

Weiterbildung ist heute YouTube
Minecraft ist mittlerweile sehr komplex geworden und für Kinder ist es wichtig, Anregungen zum Spielen zu bekommen und diese holen sie sich in erster Linie auf YouTube. „Youtuber“ sind auch Personen, mit denen sich Kinder identifizieren. Oft kennen Eltern die Namen der Youtuber – wie zB „Chaosfloo44“ – und haben diese auch schon auf den Bildschirmen ihrer Kinder gesehen. Manche Eltern sind genervt und meinen: „Die brüllen nur“. Aber: Diese YouTube-Videos sind auch Informationsquellen, selbst wenn sie sich deutlich von den Weiterbildungsinhalten der Eltern unterscheiden.

Oder doch ein Gewaltspiel?
Nicht alle Kinder spielen Minecraft nur als kreativitäts-förderndes Spiel, sondern viele spielen es als „Ego-Shooter“. Sie bekämpfen Monster und Ungeheuer, manchmal auch in sehr dunkel und düster wirkenden Welten. Diese Hinwendung zu den düsteren Welten kann natürlich viele Gründe haben. Sollte der Grund aber sein, dass das „echte Leben“ gerade wenig erfreulich für die Kinder sind, dann brauchen die Kinder vielleicht Unterstützung, damit sich dies wieder zum Besseren wenden kann. Verbote helfen in der Regel hier nicht weiter.

Hilfe für Eltern: www.familienberatung.gv.at - hier eine Beratungsstelle in der Umgebung suchen.

1 Antwort

Ich bin jetzt das 4. Jahr in einer Schule mit dem Schwerpunkt JAVA und bei Bewerbungsgespräch wurde mir erzählt, dass ich diese Woche nicht der erste war, welcher durch Minecraft zum Programmieren kam.

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