Galileo: Immer mehr Smartphones unterstützen europäische Satellitenortung


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Es soll noch eine genauere Ortung ermöglichen

Kurzform:

Erforderlich ist allerdings, dass auch der Ortungschip im Smartphone beide Frequenzbänder erkennt. Viel mehr aktuelle Smartphones können zumindest aber schon mit dem normalen Galileo umgehen. Etwa Apple-Smartphones ab iPhone 6s und die AppleWatch Series 4, etliche Asus-Geräte und Huawei-Smartphones sowie die besser ausgestatteten Samsung-Modelle. 

Bis vor ein paar Jahren verliessen sich die Ortungsempfänger im Handy dabei nur auf die Signale des amerikanischen GPS-Systems. Schon seit einiger Zeit verstehen Smartphones auch die Daten der russischen GLONASS- und der chinesischen Baidou-Ortungssatelliten. Immer mehr Smartphones empfangen jetzt aber auch die Navigationssignale des europäischen Galileo-Systems. Das soll die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Ortung deutlich verbessern.

Von welchen Satelliten ein Smartphone an seinem Standort gerade Ortungssignale empfangen kann, zeigt auf dem iPhone zum Beispiel die kostenlose App GPS Plan bzw. für Android die App GPSTest.

Neben der zusätzlichen Satellitendichte bringt Galileo noch einen weiteren technischen Vorteil. Das europäische Ortungssystem sendet, wie auch schon neuere GPS-Satelliten, zusätzlich zum Standardsignal ein zusätzliches Signal auf einer anderen Frequenz. Vor allem in Gebieten, wo das Satellitensignal das Smartphone nicht direkt erreicht, sondern von Bergen oder hohen Häusern geblockt oder abgelenkt wird (der so genannte Multipath-Effekt), soll dieses Dual-Frequency genannte Verfahren eine bessere Genauigkeit erlauben als bisher.

Details:

26 Galileo Satelliten


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