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Sicher im Netz: Kinderschutzsoftware als Lösung?

  • 21 März 2017
  • 7 Antworten
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Heranwachsende sind ja immer auf Entdeckung aus, und somit ist auch die Welt des Internets für sie eine Verlockung Neues kennen zu lernen. Jedoch sind diese Internet-Entdeckungstouren nicht ohne Risiken - Website mit jugendgefährdenden Inhalten, illegale Downloads, kostenpflichtige Abonnements, etc um nur einige Dinge zu nennen, die Eltern Kopfzerbrechen bereiten können.



Aus diesem Grund gibt es Kinder -und Jugendschutzsoftware, die Eltern einsetzen können.
Konkrete Anwendungen einer solchen Software sind z.B.:

►Sperren von Websites & Inhalten
►Definieren von Zeitlimits
►Geotracking
►Aktivitäten-Übersicht in sozialen Netzwerken

Wie denkt ihr über spezielle Kinder-und Jugendsoftware Produkte? Nutzt ihr aktuell schon eines? Wenn ja, welche Kontrollmöglichkeiten sind für euch besonders wichtig?

Wir sind schon auf euer Feedback gespannt! 🐧

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Liebe Grüße,

Esther

7 Antworten

Hi,

also ich habe eine Tochter, erste Klasse Gymnasium, und sie hat schon ein eigenes Handy und Tablet. Für mich war das eine ziemliche Überwindung, da sie ja doch noch recht jung ist und das eigentlich nicht braucht, aber dann hat sie das Handy gebraucht von einem Verwandten bekommen und war natürlich gleich Feuer und Flamme...naja, also ich würde eigentlich schon ganz gerne definieren können, welche Seiten sie besuchen darf, würde z.B. Facebook & co mal sperren, weil ich finde, dass sie das jetzt noch nicht nutzen sollte. was mich noch interessieren würde, wäre natürlich das surfen während der schulzeit zu sperren oder hier maximal 10 minuten einzustellen, das sie es am ehesten in der pause nutzen kann. kinderschutzsoftware nutze ich daweil noch nicht, würd mich aber über empfehlungen sehr freuen!!!
Benutzerebene 7
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Hallo sarabernie

Ich habe 3 Kinder und damit deine Probleme um die 3er Potenz höher. 😉 Wirklich gute Erfahrungen mit Softwarelösungen gibt es wohl kaum, da die Webseitensperren meist gut umgangen werden können.
Ich habe für mich das Problem mit einem selbst gekauftem Modem ( Fritzbox 3490) gelöst.
Damit kann ich sehr komfortabel eine Zeitsteuerung einrichten. Ich kann einen Zeitrahmen, die Gesamtonlinezeit und die Wochentage für meine Kinder, IP basiert, festlegen. Ich kann damit auch mehrere Geräte zusammenfassen. D.h wenn ein Kind ein IPad und ein Handy besitzt, kann ich den Filter so gestalten, dass das Kind z.B 2 h Onlinezeit insgesamt auf beiden Geräten hat oder je 2 Stunden pro Gerät.

Wenn es notwendig ist, dass eines meiner Kinder zusätzlich Zeit braucht, dann gibt es noch die Möglichkeit, über eine vom Modem generierte 6stellige Nummer, einmalig die Onlinezeit um 45min zu erhöhen. Das Einmalig bezieht sich pro Nummer. :)

Es gibt zwar auch die Möglichkeit einer Black und Whitelist, was aber nur schlecht funktioniert.

Gruß
Christian
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Liebe Community,

danke schon mal für eure Kommentare zu dem Thema.

@sarabernie: Bei dir ist es sehr wichtig die Internetnutzung auch am Smartphone zu kontrollieren, wie ich merke. Würdest du auch gerne eine Auswertung bzw. Übersicht von allen Websites haben, die dein Kind besucht hat oder brauchst du solche Reports nicht?

@chaco01: Das ist auch ein interessanter Weg, das über dein Modem zu steuern. Haben deine Kinder auch ein Handy mit Datenvolumen? Wie werden die Webseitensperren denn deiner Meinung nach meistens umgangen?

Freue mich auf euer Feedback,

Esther
Benutzerebene 7
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Hallo Esther

Bei URL Sperren meistens über die Endung oder den Pfad. Da ja verschieden Nutzer im Netz sind, kann ich die Sperren eben nicht allgemein halten und muss sie ziemlich genau definieren. Und da ich die Black/ White Listen nicht individuell gestallten kann, sind sie eben fehleranfällig.

Und ja, meine Kinder haben Handys mit Datenguthaben. Aber 3 GB sind mit Youtube schnell verbraucht. ;)

Gruß
Christian
Benutzerebene 7
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Hallo,
ich um gehe die meisten Sperren mit der Cloud.
Ich steige über RDP in einen Server ein und greif so auf die gesperrten Seiten.
Das ist recht praktisch wenn man vom Ausland aus auf tvthek.orf.at zugreifen möchte.
Alternative nutze ich einen SSH Tunnel.
Lg
Jo
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Liebe Community,

danke für eure Anregungen und euer Feedback.

@jo93: Du hast ja schon ein paar tolle Tricks auf Lager. Was mich persönlich interessieren würde: Wie funktioniert denn ein SSH-Tunnel?
Du hast ja auch die Umgehung mittels Cloud erwähnt - Wie können Eltern deiner Meinung nach deinen Surfraum ihrer Kinder eingrenzen, wenn es die Hintertür mit der Cloud gibt?

@all: Kennt ihr eigentlich auch spezielle Suchmaschinen für Kinder? Hier werden nur Webseiten gecrawled, die kindergerechten Inhalt zeigen.

Freue mich auf eure Antworten:)

Esther
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Hallo Esther,
SSH ist ein Protokoll welches verschlüsseltes fernsteuern von Linux und Unix Systemen (z.B die A1 WLan Box, viele Server, einige PCs,Macs) ermöglicht.
Es ermöglicht aber auch Portweiterleitungen und umleiten der grafischen Oberfläche.
Dadurch kann man die vpn Verbindung oder den Firefox durch die firewall durchschleifen.
SSH wird in allen Netzen zugelassen da dies teilweise für das Netzwerk Management notwendig ist und eine Sperre viel ärger mit IT Spezialisten führen würde.
Meine Eltern könnten bei mir die Clouds nicht sperren da diese für Schule gebracht wird.
Einzelne seiten sperren auch Netzwerk ebene ist nicht Sinnvoll da es reicht den DNS Server im client umgestellt wird. Oder über den seiten cache von Google Übergängen werden kann.
Was Sinn machen kann ist eine Software am eigentlichen Client zu installieren. Wobei dies kann umgangen werden wenn man von einem USB Stick bootet. (Und ja das kann man mit einem BIOS Passwort verhindern welches kinderleicht zum aushebeln ist. Radios 802.1X Anmeldung ist ebenso selten vorhanden)
Sprich Seitensperren sind machbar jedoch sind Zeitsperren einfacher und effektiver.
Lg
Jo

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